Weinjahre

2017

Nach einem eher milden, schneearmen Winter begannen die Reben schon früh mit weinen. Bereits am 3. April begannen die ersten Triebe auszutreiben; zwei Wochen früher als im Durchschnitt. Der am 16. April angekündigte Frost machte uns grosse Sorgen. Das befürchtete traf zu: Schnee, kalte Bise und Temperaturen bis -5° ertrugen die Reben schlecht. Bei der Kontrolle am 21. April zeigte sich ein düsteres Bild: über 50% der Blauburgunder Triebe waren erfroren, beim Müller Thurgau und bei Chardonnay 80% und beim Johanniter, die die ersten Trauben hätten bringen sollen, und beim Gamaret war sogar ein Totalschaden zu befürchten. Einen Lichtblick gab es in Bad Ragaz. Die Reben am Freudenberg hatten die ganze Kälte unbeschadet überstanden.

Ein schöner Mai mit viel Sonne und wenig Regen lies die verbleibenden Rebtriebe gut gedeihen, sodass Ende Monat bereits die ersten Trauben blühten. Nach dem Farbumschlag Mitte August begannen wir die wenigen Trauben mit grossen Aufwand zu schützen. Wegen des Frostes hatte die Natur  wenig Futter im Angebot, weswegen die Trauben  heiss begehrt waren bei den Vögel. Diese versuchten mit allen Tricks an die begehrten Früchte zu kommen. Auch Wespen und die Kirschessigfliege trugen zusätzlich zum Schaden bei.

Wie man sich gewohnt ist, wenn man mit der Natur arbeitet, nahmen wir was übrig blieb:

Am 22. September begannen wir mit wimmeln bei den Müller Thurgau Trauben. Am 13. Oktober konnten wir die Ernte abschliessen.

Mit knapp 30% von einer normalen Ernte hacken wir das 2017 ab und freuen uns auf ein gutes Weinjahr 2018.